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Mein PV-Projekt: häufig gestellte Fragen

Meine PV-Anlage

  1. Kann ich meinen eigenen Strom produzieren?

    Wenn ihr Haus ein Dach mit einer unbeschatteten Fläche hat, können Sie mit einer PV-Anlage Strom für den eigenen Verbrauch erzeugen. Mit einer Dachfläche von 30m2 und der Verwendung von Standard-Modulen (15% Effizienz) können Sie ca. 4050 kWh pro Jahr produzieren.

  2. Warum sollte ich Strom mit einer PV-Anlage produzieren?

    Als Hausbesitzer wissen Sie, wie es ist, ständig hohe Stromrechnungen bezahlen zu müssen. Da man damit rechnen muss, dass die Strompreise in ganz Europa auch weiterhin ansteigen, spüren immer mehr Menschen den zunehmenden ökonomischen Druck. Darüber hinaus bedeutet die unsichere Energiesituation in Europa eine ständige Bedrohung, dass die Strompreise noch weiter steigen werden.

    Mit einer Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach haben Sie ihr eigenes Solarkraftwerk, das mit einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren erhebliche Einsparungen ermöglicht. Da die Preise für konventionelle Energie in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen werden, steigt auch der Wert ihrer heutigen Investitionen in die Photovoltaik.

    Die Photovoltaik ist eine erneuerbare Energiequelle, die Strom produziert, der für alle Haushaltsgeräte und die Beleuchtung verwendet werden kann. Darüber hinaus produziert eine PV-Anlage die Energie in Zeiten von Verbrauchsspitzen und reduziert somit die Last für konventionelle Kraftwerke, was zu einer tatsächlichen Senkung der Strompreise aller Verbraucher führt.

    Darüber hinaus sprechen die folgenden Argumente für die Photovoltaik:

    • Der Kraftstoff ist kostenlos: Die Sonne ist die einzige Ressource die benötigt wird, um die Solarpaneele zu speisen
    • Sie produziert keinen Lärm
    • PV-Anlagen sind äußerst sicher und zuverlässig
    • PV-Module sind sehr wartungsarm und können recycelt werden
    • Mit Photovoltaik können selbst abgelegene ländliche Gebiete mit Strom versorgt werden. PV-Energie wird lokal, in der Nähe der Verbraucher produziert
    • Sie kann formschön in ein Gebäude integriert werden, entweder auf Dächern oder in Fassaden
    • Die Energierücklaufzeit eines Moduls sinkt ständig
    • Sie schafft Tausende von Arbeitsplätzen. Die PV-Branche weist ein jährliches Wachstum von 40% auf und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen
    • Die Photovoltaik trägt zur Verbesserung einer sicheren Energieversorgung in Europa bei. PV-Anlagen ermöglichen eine größere Unabhängigkeit und verringern die Abhängigkeit von importiertem Öl
    • Da die PV-Energie vor Ort und nahe an den Konsumenten produziert wird, muss der Strom normalerweise nicht über weite Strecken zu den Konsumenten transportiert werden. Dies führt zu einer Verringerung der Verluste, der Infrastrukturkosten und des Aufwands
  3. Stimmt es, dass der Herstellungsprozess für eine PV-Anlage mehr Energie verbraucht als die Anlage innerhalb ihrer Lebensdauer produziert?

    Das stimmt nicht. Die Energierücklaufzeit (EPBT) von Photovoltaik(PV)-Anlagen ist ein wichtiges Kriterium für das Verständnis der Nachhaltigkeit von Photovoltaik. Die EPBT ist der Zeitraum, den eine PV-Anlage benötigt, bis sie die für ihre Herstellung verbrauchte Energie wieder erzeugt hat. Bei der Berechnung werden folgende Faktoren berücksichtigt: die Auswirkungen eines Produkts über die gesamte Lebensdauer - von der Materialbeschaffung über die Herstellung, den Bau und Betrieb bis zum Abbau, der Einsammlung und dem Recycling.

    Die technische Lebensdauer von PV-Anlagen beträgt 30+ Jahre, d.h. die Anlage produziert unterm Strich in mehr als 95% ihrer Lebenszeit umweltfreundlichen Strom.

    Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt AUSLEGUNG, Frage 3.

  4. Muss ich meinen Kessel austauschen, wenn ich eine PV-Anlage installiere?

    Die Photovoltaik ist eine Technologie, die Strom und keine Wärme erzeugt. Daher muss die bestehende Heizungsanlage nicht verändert werden. Als eine Maßnahme zur Reduzierung von Emissionen ist es jedoch sinnvoll darüber nachzudenken, die Isolierung ihres Hauses und die Heizungs-/ Klimaanlage zu verbessern und solarthermische Module, die getrennt von der Photovoltaik-Anlage betrieben werden, oder eine Wärmepumpe zur Warmwassererzeugung zu installieren.

  5. Was passiert, wenn die Sonne nicht scheint?

    Eine PV-Anlage braucht Tageslicht, aber kein direktes Sonnenlicht. So produziert auch ein PV-Modul, das einer künstlichen Lichtquelle ausgesetzt ist, Strom. Das Licht der Sonne besteht aus direktem, indirektem oder diffusem Licht (das ist das Licht, das durch Staub- und Wasserpartikel in der Atmosphäre verteilt wird). PV-Zellen nutzen nicht nur den direkten Anteil des Lichts, sie produzieren auch Strom, wenn der Himmel bedeckt ist. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Photovoltaik nur bei direkter Sonneneinstrahlung funktioniert und daher für den Einsatz in gemäßigten Klimazonen nicht geeignet ist. Was stimmt ist, dass die Photovoltaik sowohl die diffuse als auch die direkte Sonneneinstrahlung nutzt.

    Da jedoch die elektrische Leistung eines PV-Moduls von der Lichtintensität, der es ausgesetzt ist, abhängig ist, erzeugen PV-Module natürlich tendenziell mehr Strom an hellen Tagen als an Tagen, an denen der Himmel bedeckt ist. Dennoch benötigen PV-Anlagen keine direkte Sonneneinstrahlung, d.h. ein PV-Modul produziert auch an trüben Tagen eine gewisse Menge an Strom.

    Normalerweise wird die PV-Anlage an das Stromnetz gekoppelt. Der Überschuss, d.h. wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, wird ins Netz eingespeist und kann dann von anderen Verbrauchern genutzt werden. Wenn die Anlage auf Grund der Wetterbedingungen nicht genügend Strom erzeugen kann, wird der Strom aus dem Netz bezogen.

  6. Kann ich überschüssigen Solarstrom an meinen Stromversorger verkaufen?

    Der Besitzer einer PV-Anlage hat zwei Optionen: er kann entweder die gesamte lokal erzeugte Leistung an den Energieversorger verkaufen (wenn es ein Einspeisetarifsystem gibt) oder den Solarstrom selbst nutzen, um den Eigenbedarf zu decken, und nur den Überschuss an das Versorgungsunternehmen verkaufen.

    Solaranlagen nutzen die PV-Technologie, um tagsüber Sonnenlicht in Elektrizität umzuwandeln.
    Wenn die AC-Leistung einer PV-Anlage höher ist als der Bedarf, leitet der Wechselrichter den überschüssigen Strom an das Versorgungsnetz weiter, wo er von anderen Nutzern genutzt werden kann.

    Wenn im Haus oder Gewerbe mehr Strom benötigt wird als der Strom, der von der PV-Anlage produziert werden kann, erfolgt ein Ausgleich durch die Anbindung an das Netz. Das Stromunternehmen beliefert den Hauseigentümer in der Nacht und zu Zeiten, an denen der Bedarf die Kapazität der PV-Anlage übersteigt, mit Wechselstrom.

    In vielen Ländern kauft der Stromversorger den gesamten von Verbrauchern erzeugten PV-Strom zu einem Tarif an, der höher ist (FIT) als der Tarif, der für die verbrauchte Elektrizität berechnet wird. In diesem Fall wird die „PV-Erzeugung" getrennt vom „Strom, der aus dem Netz entnommen wurde“ gemessen. Die beiden Zähler haben unterschiedliche Tarife.

  7. Benötigt meine netzgekoppelte PV-Anlage Batterien?

    Batterien sind nur wichtig, wenn bei Ausfall der Anlage Strom „gespeichert“ werden muss. Die meisten netzgekoppelten PV-Anlagen übertragen die überschüssige Energie direkt an das Versorgungsunternehmen und nutzen das Stromnetz (und nicht Batterien) als Backup.

  8. Woher weiß ich, wie groß meine PV-Anlage sein muss?

    Der beste Indikator für die Auslegung einer PV-Anlage ist die Menge des von ihnen bisher verbrauchten Stroms bzw. die Anzahl der pro Jahr verbrauchten kWh (Kilowattstunden). Es ist besonders wichtig, den Durchschnitt der jährlichen kWh zu ermitteln, weil viele Familien saisonal unterschiedlich viel Strom verbrauchen. Den Durchschnittswert können Sie dann als Ausgangspunkt für einen Vergleich der Energieausbeute von verschiedenen Systemen heranziehen.

    Je nach Technologie kann zum Beispiel eine PV-Anlage mit einer Größe von 7m ²-15m ² (1 kWp installierte Leistung) in München ca. 1000 kWh pro Jahr und in Malaga 1400kWh produzieren.
    Wenn Sie ihren jährlichen Stromverbrauch kennen, können Sie die Auslegung ihres Systems ganz einfach berechnen.

  9. Muss ich meinen Stromanbieter informieren, wenn ich eine PV-Anlage installiere?

    Dies hängt von den rechtlichen Vorschriften des jeweiligen Landes ab. In Deutschland muss zum Beispiel die Anschlussstelle der Anlage beim Stromanbieter beantragt werden. Das ist normalerweise die Stelle, bei der der Strom gekauft wird. Wenn die Anlage jedoch größer ist als die Kapazität des Netzes an diesem Punkt, kann es zu Komplikationen kommen. In Spanien ist die Vorgehensweise ähnlich, die Abwicklung dauert jedoch länger. In Portugal muss für kleinere
    Anlagen nur ein einfacher Online-Antrag ausgefüllt werden.

    Setzen Sie sich mit dem Photovoltaik-Verband ihres Landes in Verbindung, wenn Sie Informationen über die jeweilige Vorgehensweise einholen möchten.

    www.pvaustria.at
    www.apva.org.au
    www.edora.be
    www.czrea.org
    www.dansksolenergisalg.dk 
    www.aurinkoteknillinenyhdistys.fi
    www.enerplan.asso.fr
    www.solarwirtschaft.de
    www.bsw-solar.de
    www.helapco.gr
    www.assosolare.org
    www.gifi-fv.it
    www.saulesbiedriba.lv
    www.pv.pl
    www.apesf.com
    www.apisolar.pt
    www.sune.rp
    www.skrea.sk
    www.aefotovoltaica.com
    www.appa.es
    www.asif.org
    www.hollandsolar.nl
    www.swissolar.ch
    www.photovoltaics.org.nz

  10. Kann ich von meiner PV-Anlage eine positive Investitionsrendite erwarten?

    Die Kosten für die PV-Technologie sind auf Grund staatlicher Anreize oder Subventionen in einigen Ländern in den vergangenen zehn Jahren stark gesunken. PV-Anlagen können die kostengünstigste Stromversorgung sein.

    Mit PV-Anlagen können die Stromtarife auf dem derzeitigen Stand gehalten werden. Da die Kosten für fossile Kraftstoffe mit großer Wahrscheinlichkeit steigen werden, ist der Kauf einer PV-Anlage heutzutage eine intelligente und wirtschaftliche Lösung.

    In einigen Ländern gibt es Einspeisetarifsysteme oder Investitionsanreize. Durch die Installation einer PV-Anlage auf ihrem Haus kann der gesamte erzeugte Strom ins Netz eingespeist und dem Stromanbieter zu einem höheren Preis als dem ihnen monatlich in Rechnung gestellten Preis verkauft werden. Durch diesen Mechanismus kann sich die Investition in kurzer Zeit amortisieren. In Deutschland gibt es das beste Einspeisetarifsystem, und Deutschland ist weltweit führend auf dem PV-Markt. Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland haben auch ein solches System entwickelt, und die Stromverbraucher, die sich der Bedeutung der erneuerbaren Energien bewusst sind, stellen nach und nach auf Solarenergie um und erhalten für ihren Aufwand eine Entschädigung.

    Darüber hinaus werden Solaranlagen angesichts sinkender Kosten für Solarstrom und steigender Kosten für konventionellen Strom immer wirtschaftlicher - auch ohne Förderprogramme. In den nächsten 5-10 Jahren wird Solarstrom für private Haushalte (abhängig vom Standort und den Strompreisen) billiger sein als konventioneller Strom.

  11. Müssen PV-Anlagen gereinigt werden?

    Die meisten PV-Module müssen nur gereinigt werden, wenn es über einen längeren Zeitraum nicht regnet. Wenn die PV-Module mit einem Neigungswinkel auf Dächern installiert werden, werden die Paneele durch den Regen gereinigt. Module, die in Fassaden integriert sind, müssen nicht gereinigt werden.

  12. Kann ich die PV-Module auf meinem Dach betreten?

    PV-Module sind meist in zwei Schichten aus gehärtetem, eisenarmen Glas oder zwischen Glas und Tedlar (einem Polymer) verkapselt, d.h. sie sind stärker und weniger starr als Glas. Sie können zum Beispiel selbst schwerem Hagel widerstehen.

    Es gibt viele öffentliche Projekte, bei denen PV-Module in den Boden integriert wurden, und es ist kein Problem, auf ihnen zu laufen. In der Regel sind PV-Module jedoch nicht dafür bestimmt, betreten zu werden.

    Es wird empfohlen, die Module mit Holzbohlen zu schützen, mit denen Sie auch ein Dachfenster oder andere Glasbedachungen schützen würden, ehe Sie sie betreten.

  13. Zieht eine PV-Anlage auf meinem Dach Wespen an?

    PV-Module haben in der Regel eine sehr dunkle Farbe (je nach Technologie blau oder schwarz) und können sehr heiß werden. Ein PV-Modul mit einem Wirkungsgrad von 12% wandelt 12% der eingestrahlten Energie in Strom um, und der größte Teil der verbleibenden Energie wird in Wärme umgewandelt!

    Wespen mögen es warm aber nicht zu heiß. Die in Westeuropa am häufigsten vorkommenden Wespenarten lüften ihre Nester bei 35° C, bei 40° C sterben sie.

    Wespen bauen zwar gerne ihre Nester unter dachmontierten PV-Modulen oder unter einem Sonnenschutz (oder hinter Fensterläden und in der Dachtraufe), würden aber wahrscheinlich die hochsommerlichen Temperaturen unter den PV-Modulen nicht überleben.

  14. Was passiert, wenn ein PV-Dach/Fassade ein Leck bekommt oder durch Hagel beschädigt wird?

    Schäden dieser Art sollten durch die Hausrat- oder Gebäudeversicherung abgedeckt sein. Einige Versicherungen decken die Anlage automatisch ab, da sie als Teil des Hauses und dessen Inhalt gilt, und deshalb ist eine Änderung des Vertrages nicht erforderlich. Sie sollten sich jedoch mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen, um zu prüfen, ob ihre Anlage automatisch versichert ist oder ob ihr Vertrag geändert werden muss.

    Andere Elemente der Anlage müssen dabei ebenfalls beachtet werden: Wechselrichter haben in der Regel eine einjährige Werksgarantie, einige Hersteller bieten kostenpflichtige erweiterte Garantien an.

    Die elektrischen Anschlüsse müssen von der Berufshaftpflichtversicherung des Installateurs abgedeckt sein – versichern Sie sich, dass der Installateur eine solche Versicherung hat. Für größere Anlagen können spezielle Verträge ausgehandelt werden.

  15. Brauche ich eine Baugenehmigung, um eine PV-Anlage zu installieren?

    Abhängig von den jeweiligen regionalen Rechtsvorschriften kann es erforderlich sein, eine Baugenehmigung für die Installation einer Photovoltaik-Anlage einzuholen. Bei GIPV-Anlagen
    muss je nach Art der Verwendung – z. B. Einbau auf dem Dach oder in der Fassade - die entsprechende Baugesetzgebung beachtet werden. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte in jedem Fall die hierfür zuständigen Behörden oder ihren Architekten bzw. Solarenergiefachmann.

  16. Wo finde ich Fachleute für erneuerbare Energien?

    Bei der Auswahl von Fachleuten für Solarenergie sollten Sie sich ein Unternehmen suchen, das Erfahrung mit der Installation der Solaranlage, die Sie einbauen möchten (oder mit den anderen von ihnen gewünschten Dienstleistungen) hat. Fragen Sie, wie lange das Unternehmen schon in der Branche tätig ist, welche Lizenzen das Unternehmen hat und verlangen (und überprüfen) Sie Referenzen. Fragen Sie auch nach, ob das Unternehmen speziell ausgebildete Mitarbeiter hat oder entsprechende Zertifizierungen vorlegen kann. Solaranlagen erbringen über viele Jahre eine zuverlässige Leistung, wenn sie ordnungsgemäß installiert sind. Und dafür benötigen Sie qualifizierte Fachleute. Holen Sie sich mehrere Angebote ein, wobei das günstigste nicht immer das beste Angebot sein muss. Achten Sie auch auf Erfahrung und Qualität und vergleichen Sie die Gewährleistungs- und Dienstleistungsbestimmungen der Firmen.   

  17. Ist es sinnvoll, eine Solaranlage zu installieren, wenn wir in ein paar Jahren umziehen?

    Das kann durchaus sinnvoll sein. Die meisten Immobilienexperten gehen derzeit davon aus, dass angesichts der Sorge vieler Menschen über Energiekosten eine Solaranlage den Wert eines Hauses wesentlich steigert. Dies hängt jedoch sehr vom lokalen Markt ab. Wenn Sie planen, in der nahen Zukunft ihr Haus zu verkaufen, sollten Sie einen erfahrenen Immobilienmakler vor Ort konsultieren, ehe Sie eine Entscheidung treffen.